Ein Blogstöckchen 2.0 kam vorbei…

Ich wollte endlich mal wieder was schreiben, aber so richtig ist mir grade keine Idee angenehm. Entweder viel zu viel oder viel zu wenig. Als ich heute mittag im RSS-Reader dieses Blogstöckchen sah, dachte ich mir, dass dies genau das richtige für den Moment ist.

Danke „Aus den Schatten„, dass ich dieses Stöckchen einfach zwischendurch mal kurz kapern konnte.

1. Warum bist du Rollenspieler und was fasziniert dich daran?
Als ich anfing, ging es eher darum auch das zu spielen, was die älteren spielten. Mittlerweile ist es einfach ein Hobby geworden, das ich vor allem wegen der Mitspieler liebe. Ich sehe wöchentlich ganz viele Menschen, die mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen sind. Aber das ist sicherlich nicht der einzige Grund, warum ich rollenspiele. Mir geht es nicht so sehr um neue Welten, sondern vor allem um neue Geschichten. Sicherlich hat man ganz viele Geschichten schon gehört, aber trotzdem sind immer mal wieder absolute Perlen in den Runden, an die ich noch ziemlich lange denken muss.
Vor kurzem habe ich durch meinen Ordner mit alten Charakteren geschaut und ich bin wirklich überrascht, an wie viele Geschichten oder Szenen aus Geschichten man sich noch erinnern kann.

2. Wie viel Zeit hast du schon mit deinem ältesten Rollenspielcharakter verbracht und was ist es für einer?
Mein Charakter, den ich am längsten gespielt habe, dürfte Sebastian Gardel sein. Sebastian Gardel war ein Vampir, der in Münster (oder Köln??) startete und ziemlich schnell nach Minsk umzog. Unsere Minsk-Runde war eine wundervolle Runde, die sich anfangs lange Jahre Mittwochs traf, wobei es mir heutzutage ein Rätsel ist, wie ich das geschafft habe, da wir häufig ziemlich lang gespielt haben.
Sebastian war ein Setit und eben auch mein erster Charakter, den ich nicht komplett selbst erstellt habe, sondern der mir mehr oder minder zugewiesen wurde. Anfangs war ich davon wenig überzeugt, aber mit der Zeit hat mir der Charakter verdammt viel Spaß gemacht und er hat einige geile Geschichten in Minsk erlebt.
Irgendwann hat sich die Gruppe ziemlich aufgebläht und ist aus meiner Sicht ein bisschen unschön zu Ende gegangen.

3. Muss es in einem Abenteuer mindestens einen Kampf geben oder kann es auch gewaltfreie Lösungen geben?
Kommt auf Runde und Gruppe an. Ich habe schon viele tolle Abends ganz ohne Kämpfe verbracht, aber in unserer Dienstags-Runde würde ich immer einen Kampf als SL mit einbauen, da dieser dienstags einfach dazu gehört. Prinzipiell brauche ich nicht unbedingt Kämpfe, aber wenn einer dabei ist, bin ich nicht unglücklich. Wobei ich oft etwas genervt bin, wenn irgendwer auch nach Jahren selbst einfach Regeln noch nicht im Kopf hat und das kommt meist bei Kämpfen zum Vorschein.

4. Im Rollenspiel tauchen oft ungewöhnliche Namen auf. Einigt ihr euch am Tisch auf die Aussprache oder wie kommt ihr auf die Lösung (z.B. das ‚y‘ statt ‚i‘ oder Dopplungen die im Deutschen nicht vorkommen, wie das ‚ii‘)?
Habe ich noch nie drüber nachgedacht. Meistens setzt sich irgendeine Variante durch, die gut aussprechbar ist.

5. Machst du dir während dem Rollenspiel Notizen oder kannst du dir alles merken?
Ich mag es, mit guten Notizen aufzuwarten, bin aber meist zu faul, viel aufzuschreiben. Oft nehme ich mir nach der Runde noch ein paar Minuten, die letzte Sitzung zu notieren.

6. Wie ist das in deiner Runde, seid ihr mehr Frauen/Männer oder ist es ausgeglichen?
Ganz unterschiedlich. Unsere Dienstagsrunde besteht mittlerweile nur noch aus Männern, freitags oder am Wochenende sieht die Verteilung oft anders aus, wobei schon ein kleines Übergewicht bei männlichen Mitspielern besteht.

7. Gibt es einen festen Spielleiter oder wechselt ihr euch ab?
Wir wechseln. Und ich bin da echt froh drüber. Mehr als ein gutes halbes Jahr leiten erschöpft mich schon.

8. Wie koordiniert deine Runde die nächsten Spieltermine?
Wir haben feste Termine für die meisten Runden (Freitags und dienstags abends) alle weiteren Runden ergeben sich per Doodle oder in der Facebook-Gruppe.

9. Manche Runden streamen ihre Sitzungen. Schaust du dir solche Videos an und könntest du dir vorstellen so etwas mit deiner Runde mal auszuprobieren?
Finde ich total langweilig, dann kann ich ja doch wieder das Buch lesen. Selbst Audiostreams finde ich langweilig und schalte ich sofort ab, auch wenn ich wirklich gerne Podcasts höre.

10. Der Herbst steht vor der Türe, wie vertreibst du deine Zeit, wenn es draußen stürmt und regnet?
Mit Freunden. Beim Spielen, Rollenspielen oder Sport. Zu Hause eher alleine mit nem Buch oder vor dem PC.

11. Im Supermarkt stapelt sich schon das Weihnachtsgebäck. Was muss dieses Jahr unbedingt unterm Baum liegen?
Ich habe ne verdammt lange Wunschliste und freue mich über fast alles, daher kann ich gar nicht eine einzelne Sache hervor heben.

12. Wie viele Spieler braucht für dich eine ideale Runde?
Ich sage mal so drei oder vier. Mehr gehen, aber besser wird es dadurch für mich nicht. Andrerseits ist es bei fünf Spielern nicht schlimm, wenn einer mal ausfällt.

13. Wie lange darf eine P&P-Session gehen?
Gerne mal sechs oder sieben Stunden, aber mittlerweile werde ich zu alt für Runden die bis nach zwei Uhr laufen…

14. Spielercharakter mit Hintergrund und Tiefgang, oder einfach nur einen eindimensionalen Charakter?
Ich denke, dass ein Charakter mit wenig Hintergrund nicht zwangsläufig eindimensional ist. Vieles ergibt sich dann während der Zeit am Spieltisch. Mir gefällt da FATE. Einfach bei der Charaktererschaffung schon mal eine kurze prägnante Geschichte aus der Vergangenheit bauen und schon mal ein oder zwei Namen festlegen, der Rest ergibt sich mit der Zeit. Ich halte nur insgesamt wenig von Charakterhintergründen, die länger als ne halbe Din A4-Seite sind.

15. Können Karten statt Würfel im Rollenspiel funktionieren?
Ja. Funktioniert hervorragend. Haben recht viele Rollenspieler auch schon mit Erfolg getestet, aber so ganz für alle Zeit auf Würfel verzichten möchte ich doch nicht.

16. Spielt für dich der Metaplot eines Settings eine Rolle?
Nein. Ich spiele seit Jahren keine Settings mehr, in denen viel Wert auf Metaplot gelegt wird. Das hat sich einfach so mit der Zeit ergeben. Selbst Shadowrun ist jetzt nicht grade metaplotlastig.

17. Mit welchen Persönlichkeiten (real oder fiktiv) würdest du gerne mal eine Runde spielen?
Richard Castle, Bradon Sanderson und einigen mehr…

52 Bücher in 2015?

Leider nicht. Ich habe mir viel mühe gegeben, bin aber nicht über fünfzig zu Ende gelesene Bücher hinaus gekommen. Und ich habe es leider nicht geschafft, „schwere Kost“ einzuarbeiten. Das Gute an der Sache ist allerdings, dass ich am Ende des Jahres einige Romane bis kurz vor Ende fertig hatte und diese dieses Jahr abgeschlossen habe. So habe ich schon jetzt nach knapp zwei Wochen meine ersten fünf Bücher zu Ende gelesen. Ich denke, dass kann sich sehen lassen.
Ich denke, dass ich die 52 Bücher dieses Jahr gut hinkriegen werde, da sich bei mir beruflich einiges ändert, aber eigentlich will ich auch noch ein paar andere Sachen ausprobieren. Zur Zeit überlege ich mal meine Bucket List öffentlich hier auf eine eigene Seite zu packen, aber andrerseits weiß ich nicht, ob ich dabei nicht zu viel privates preis gebe.

[RPG-Blog-O-Quest] #004 Januar ’16 – Rückblick auf 2015

rpg-blog-o-quest_logo3Schon seit diese RPG-Blog-O-Quests aufgetaucht sind, wollte ich da endlich mitmachen, aber nur der Wunsch reicht nicht. Daher will ich hier endlich mal den Anfang machen. Vielleicht beantworte ich beizeiten auch mal noch ältere Ausgaben. Diesen Monat hat Greifenklaue den Text veröffentlicht, in den ich nun meine Antworten schreibe. Ich finde die Idee super. Vielleicht komme ich ja überhaupt mal wieder mehr zum Bloggen dadurch…

1. Eine Runde, die mir von 2015 im Gedächnis bleiben wird, war unsere Malmsturm-Runde, die nur sporadisch gespielt wurde, aber verdammt viel Spaß gemacht hat. Die Charaktere sind insgesamt ziemlich stimmig und wir haben schon einige Kämpfe geschafft. Auch wenn unser SL etwas andere Ansichten als ich davon hat, was einen guten Kampf ausmacht, aber das ist ein anderes Thema.

2. 2015 hab ich FATE für mich entdeckt, weil es einfach das System ist, dass meine persönlichen Vorlieben nahezu perfekt abbildet. Ich gebe allerdings zu, dass diese Entdeckung nicht grade erst 2015 kam.

3. Welches war das Buch / der Film / der Comic, wo Du im letzten Jahr am meisten fürs Rollenspiel rausgezogen hast? Hmm. Schwierig. Ich habe grade mal meine OneNote-SAmmlung mit Ideen durchgesehen und kann da leider nur schwer erkennen, woher die Ideen kommen bzw. wann sie eingefügt sind. Ich denke aber, dass mir die meisten Ideen beim lesen der Harry Dresden-Reihe gekommen sind.

4. Welches war Dein meistgespieltes Rollenspiel in 2015? Pathfinder in unserer wöchentlichen Dienstags-Runde. Definitiv.

5. Ist Dir 2015 ein SC verstorben … oder alternativ: Welches war das dramatischste Nahtodereignis (im Rollenspiel) im letzten Jahr? Kein Charakter gestorben, bei Pathfinder war ich das eine oder andere Mal nah dran, aber so ganz nah an den Abgrund ist im letzten Jahr afaik niemand gekommen.

Bonusfrage: Ich würde mir wünschen, dass sich eine der nächsten Blog-O-Quest um Regelsysteme drehen würde, weil mich verschiedene Editionen und verschiedene Regeln seit Ewigkeiten sehr interessieren.

#FourRPGs

Hmm. Viel zu spät bei obskures.de entdeckt und für cool befunden. Bei Twitter ist das leider an mir vorbei gegangen, wobei ich auf Twitter auch eher wenig RPG-Kontakte habe. Da sind eher andere Interessengruppen, die ich verfolge…

Aber mal zur Sache. Auf Twitter wurden von diversen Leuten jeweils vier Rollenspiele geteilt. Einige haben vier absolute Lieblinge, andere vier Rollenspiele, die sie besonders beeinflußt haben, wieder andere vier Rollenspiele, die sie noch spielen wollen und es gibt auch noch andere Varinten. Klickt mal hier und schaut einfach (ist ja bei Twitter aufgrund der Kürze eh meist sehr übersichtlich). Ich selbst habe mich für vier Rollenspiele entschieden, die in meiner Rollenspielkarriere wichtige Etappen waren.
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Rezi „Asphalt“ von Axel Hollmann

„Wenn man Raubtieren gegenüberstand, war das Wichtigste, keine Schwäche zu zeigen. Wer Schwäche zeigt, ist Beute. Und Beute wird gefressen.“

Der Klappentext:
Julia Wagner ist eine echt toughe Frau. Ihren Job als Kommissarin beim Berliner LKA hat sie kurzerhand wegen einer dummen Affäre mit Frank, einem verheirateten Kollegen, geschmissen. Seitdem schlägt sich die 29-jährige als Sensationsreporterin für eine Boulevardzeitung durch. Als Frank unvermittelt wieder auftaucht, ahnt Julia schon, dass das Ärger bedeutet. Und tatsächlich, bald hat sie eine Motorradgang und die Polizei auf dem Hals. Rezi „Asphalt“ von Axel Hollmann weiterlesen