A Year of Living Without

In den letzten Jahren habe ich immer mal wieder gerne gefastet. Es war einfach ein gutes Gefühl, wenn man auf irgendwas verzichten konnte und man hat auch immer mal wieder gemerkt, dass man auf viele Sachen sehr, sehr gut verzichten kann, ohne dass etwas fehlt.

Zwei spannende Experimente waren die letzten beiden Jahre:

2012 habe ich im kompletten Jahr auf Softdrinks verzichtet. Keine Cola, keine Fanta, etc. Das Jahr war im Endeffekt echt lecker. Vor allem war die Überraschung bei der ersten Cola im Jahr 2013 groß. Wenn man Cola oder andere solcher Drinks häufig trinkt, merkt man gar nicht mehr, wie süß diese Getränke wirklich sind. Und nach einem Jahr Abstinenz hatte ich mich wirklich auf die erste Cola gefreut, aber der erste Schluck schmeckte mal so gar nicht. Ich glaube, den hätte ich fast ausspeihen können, was aber reichlich unhöflich gewesen wäre, weil die Cola damals ein Geschenk war. ^^ Man gewöhnt sich natürlich blitzschnell wieder daran, aber es ist eine interessante Erfahrung.

2013 habe ich dann auf Knabberkram verzichtet. Was genau alles in die Kategorie fällt, habe ich nicht so genau definiert, sondern einfach pragmatisch entschieden. Also wurden Marken wie Haribo oder Chio mal ein ganzes Jahr links liegen gelassen. Das habe ich auch durchgehalten, was als Rollenspieler nicht grade selbstverständlich ist. Und ich freue mich schon auf die erste Tüte Nachos im neuen Jahr, wobei ich wirklich sagen muss, dass dieses ganze Gebäck und Weingummi nicht mehr wirklich fehlt.

Beides sind für die meisten wahrscheinlich keine großen Leistungen, aber für mich als Rollenspieler ist das schon jeweils ne Leistung gewesen. Denn beim Rollenspiel gehört doch irgendwie beides zu einer typischen Rollenspielsitzung dazu. Ich selbst habe mich gefreut, beides durchzuhalten.

Was mir aber bei beiden Jahren aufgefallen ist, ist die Erfahrung, dass vor allem das erste Quartal jeweils recht schwierig gewesen ist. Und daher habe ich mir dieses Jahr eine andere Selbstkasteiung überlegt. Leo Babauta hat es vorgemacht, und ich werde es so ähnlich nachmachen: Ein Jahr lang jeden Monat auf jeweils eine Angewohnheit oder bestimmte Produkte zu verzichten.

Ein Jahr lang jeden Monat auf irgendetwas zu verzichten könnte eine ganz neue Erfahrung werden. Ein paar Ideen habe ich schon, aber das ganz Jahr ist noch nicht gefüllt. Selbstverständlich wird wieder ein Monat ohne Knabberkram und wieder ein Monat ohne Softdrinks dabei sein und auch mal ein Monat ohne Fleisch werde ich einfügen. Beginnen werde ich aber mit etwas relativ Leichtem:

Ein Monat ohne Computerspiele. Zu Computerspielen zähle ich natürlich auch Spiele-Apps und Browsergames. Ich habe mal durchgezählt und es sind mindestens drei Spiele, die ich ziemlich regelmäßig spiele und ein paar, in die ich ab und zu mal reinschaue. Und auch wenn ich diese Spiele immer mal wieder gerne in Lernpausen spiele (und auch vor allem da), werde ich mir diese Zeit jetzt wohl anders vertreiben. Ich bin mal gespannt, ob mir die Spiele fehlen, ich denke schon ein bißchen, aber schaden kann es wohl nicht. Vor allem, weil Ende Januar wieder Klausuren anstehen.

Ich möchte jeden Monat über mein Experiment berichten und freue mich auf das nächste Jahr.

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